


Mit Haut und HaarenVielleicht fragen Sie sich, warum Sie hier bei „Hautnah” ein Dossier über Haare finden. Der Grund ist ganz einfach: Jedes Haar wächst in einer Haarwurzel (Haarfollikel), die tief in der Haut verankert ist. Die Haarwurzel ist die „Produktionsstätte” des Haares und versorgt es mit allen wichtigen Nährstoffen. Gesundes, kräftiges Haar ist deshalb auch abhängig von einer richtig gepflegten Kopfhaut. Haarige AngelegenheitFast der ganze Körper des Menschen ist (mehr oder weniger) mit Haaren bedeckt. Nur die Handflächen, Fußsolen, Brustwarzen und Lippen sind ganz frei von Haaren. Aber Haar ist nicht gleich Haar – grundsätzlich unterscheidet man nämlich zwei Arten von Haaren: Die Haupthaare (Terminalhaare): Zu diesen „dicken” Haaren gehören das Kopfhaar, Bart-, Nasen- und Ohrenhaare, Wimpern, Augenbrauen sowie Scham- und Achselhaare. Die Wollhaare (Vellushaare): Diese feineren, kürzeren Härchen bedecken den übrigen Körper. Alle Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin (ein Protein), das wie ein Seil zu langen, belastbaren Fasern geflochten ist. Diese Fasern bilden die Faserschicht, die bis zu 80% eines Haares ausmacht. Nach außen hin bildet die Schuppenschicht aus verhornten Zellen die Oberfläche des Haares. Und im Inneren des Haares befindet sich das Haarmark. |
„Haarsträubend”
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Mehr als nur KopfschmuckNatürlich freuen wir uns über schönes Haar und nutzen gerne die vielen Möglichkeiten, die es uns bietet: Wir färben und glätten, schneiden und wellen unsere Haare … dabei sollten wir aber nicht vergessen, dass Haare auch wichtige Funktionen für unseren Körper erfüllen … Wärmeisolierung: Die Kopfbehaarung ist eine wirksame Isolierschicht, die vor kalter Luft im Winter schützt. Aber auch die Haare am Körper spielen eine wichtige Rolle: Wenn Menschen eine „Gänsehaut” bekommen, spannen sich spezielle Haaraufrichtemuskeln an und das Haar richtet sich auf. Dadurch verringert sich zum einen die Durchblutung und damit der Wärmeverlust der Haut, zum anderen bildet sich ein kleines isolierendes Luftpolster zwischen den Härchen und der Haut. Sonnenschutz: Die Kopfbehaarung schützt den Kopf (und damit das Gehirn) vor zu starker UV-Strahlung und überhitzung im Sommer – trotzdem ist bei großer Hitze eine zusätzliche Kopfbedeckung ratsam. Feuchtigkeitsregulierung: Wenn der Körper überschüssigen Schweiß produziert, können die Haare einen Teil davon absorbieren. Schutz vor Fremdkörpern: Wimpern, Ohren- und Nasenhaare schützen die Sinnesorgane vor kleinen Fremdkörpern (z.B. Staub und Insekten) und die Augenbrauen verhindern, dass der Schweiß direkt in die Augen fließt. Haupt-Sache gesundes HaarDie häufigsten Haarprobleme haben mehr mit der Kopfhaut zu tun, als mit den Haaren selbst. Deshalb können Sie mit der richtigen Pflege, die sowohl die Kopfhaut reguliert, als auch das Haar aufbaut, die meisten dieser Probleme leicht in den Griff bekommen. Sensible, gereizte Kopfhaut: Wenn die Kopfhaut gerötet ist und juckt, ist sie aus dem Gleichgewicht geraten. Hier liegt die Ursache für viele Haarprobleme. Dies kann an Veranlagung, Stress, aber auch an einem zu aggressiven Haarwaschmittel, zu geringer Luftfeuchtigkeit oder an Medikamenten (langfristige Kortisonbehandlung) liegen. ![]() Trockene Schuppen: Diese Schuppen sind relativ klein und rieseln leicht aus den Haaren. Die Ursache ist oftmals eine sehr trockene und durch falsche Pflegegewohnheiten stark strapazierte Kopfhaut (z.B. zu heißes Waschen und Föhnen), aber auch Veranlagung und allergische Erkrankungen können die Schuppenbildung begünstigen. Fettige Schuppen: Diese Schuppen sind größer, klebrig und bleiben im Haarsansatz haften. Zudem bilden sie einen idealen Nährboden für Mikroorganismen, die einen starken Juckreiz auslösen. Durch häufiges Jucken kann sich dann die Kopfhaut sogar entzünden. Die Ursache für fettige Schuppen ist häufig eine zu hohe Talgproduktion der Kopfhaut. Trockene Haare: Trockene, strapazierte Haare sind matt, wenig elastisch und leicht brüchig. Besonders häufig treten auch gespaltene Haarspitzen (Spliss) auf und das Haar lässt sich nur schlecht frisieren. Eine Ursache für trockenes Haar ist oft eine zu starke chemische Belastung durch zu aggressive Haarwaschmittel oder auch Chlor und Salzwasser. Aber auch eine zu geringe Talgproduktion und ein Mangel an Mikronährstoffen können die Haare austrocknen. Fettige Haare: Fettige Haare sind häufig strähnig und verlieren sehr schnell ihr Volumen. Die Ursache dafür ist zu viel Talg auf der Kopfhaut. Zu einer überproduktion der Talgdrüsen kommt es durch klimatische Einflüsse, Stress, körperliche Anstrengung und ungeeignete Pflege (z.B. zu heißes Fönen). Eventuell kann auch ein übermaß an männlichen Hormonen die Talgproduktion steigern. Ein weiteres und sehr komplexes Problem ist der Haarausfall. Den vielfältigen Formen und Ursachen haben wir deshalb auf der nächsten Seite ein eigenes Dossier gewidmet.
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Angelockt und glatt gekämmt![]()
Mit verschiedenen mechanischen und chemischen Verfahren können wir die natürliche Form unserer Haare stark beeinflussen. Denken Sie aber daran, dass solche Anwendungen die Haare immer mehr oder weniger strapazieren und deshalb nicht öfter als notwendig durchgeführt werden sollten. Farbe zeigen
Je nach Haarfarbe ist auch die Haardichte und Anzahl der Haare auf dem Kopf unterschiedlich:
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